Was zahlt der Arbeitgeber bei der privaten Krankenversicherung?

Für gesetzlich Krankenversicherte ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der Arbeitgeber einen Teil des Beitrags übernimmt. Dieser Anteil ist von der Bundesregierung festgeschrieben und orientiert sich am Einkommen des Arbeitnehmers. Allerdings greift eine Obergrenze, die Beitragsbemessungsgrenze. Die Höhe der Arbeitgeberbeiträge ermittelt sich in einer Formel ausgedrückt so: Beitragssatz / 2 * monatliche Beitragsbemessungsgrenze.

In Zahlen bedeutet dies für 2017: 14,6% / 2 * 4.350 €= 317,55 €. Diesen Betrag zahlt der Arbeitgeber maximal bei einem gesetzlich, aber auch privat krankenversicherten Mitarbeiter. Theoretisch tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte. Für den gesetzlich versicherten Mitarbeiter erhöht sich der Beitrag jedoch noch um den Zusatzbeitrag. Dieser beträgt im Jahr 2017 im Durchschnitt 1,1 Prozent.

Nach der gleichen Formel ermittelt sich der Arbeitgeberanteil zur privaten Krankenversicherung. Der Arbeitgeber trägt die Hälfte des Beitrags, maximal jedoch den Satz, den er für einen gesetzlich versicherten Arbeitnehmer in der Spitze zahlen müsste. Die Arbeitgeberleistung greift auch für die Beiträge für mitversicherte Familienangehörige, allerdings auch in der Summe nur bis zum Höchstsatz.

Die generelle Voraussetzung für den Arbeitgeberzuschuss ist, dass die private Krankenversicherung nach Art und Umfang die gleichen Leistungen wie die gesetzliche Krankenversicherung aufweist.
Für den Arbeitgeberanteil eines privat krankenversicherten Mitarbeiters für die gesetzliche Pflegeversicherung gelten die gleichen Bedingungen: Beitragssatz / 2 * monatliche Beitragsbemessungsgrenze.