Was sind die Vorteile der privaten Krankenversicherung?

Geht man davon aus, dass die versicherte Person bei einer privaten Krankenversicherung nicht im Basistarif versichert ist, profitiert sie tatsächlich von Vorteilen gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Nach wie vor bekommen privat versicherte Patienten schneller einen Termin beim Arzt als Mitglieder der GKV. Der Grund ist aus ärztlicher Sicht leicht nachvollziehbar. Der Mediziner kann höhere Behandlungssätze abrechnen, ein Privatpatient ist folglich unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten lukrativer.

Während die Ersatzkassen nur das medizinisch Notwendige erstatten, leisten die privaten Versicherer auch für das medizinisch Mögliche. Gerade beim Thema Zahnersatz wird die Kluft zwischen diesen beiden Sachverhalten sehr deutlich.

Gesetzlich Versicherte müssen jedoch in Bezug auf mögliche Leistungen hinter privat Krankenversicherten nicht zurückstehen. Durch Zusatzversicherungen können sie ihren Patientenstatus an den eines Mitgliedes einer privaten Krankenversicherung ohne Weiteres anpassen.

Durch die Kürzungen der Ersatzkassen bei Zahnersatz kommt einer Zahnzusatzversicherung inzwischen besondere Bedeutung zu. Die Kosten für Zahnersatz können schnell im oberen vierstelligen Bereich und darüber auslaufen.

Private Krankentagegeldversicherungen machen ebenfalls Sinn. Die Ersatzkassen zahlen lediglich rund 70 Prozent des letzten Bruttoeinkommens, maximal 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Tagegeld. Die Lücke weitet sich schnell auf einige Hundert Euro im Monat aus. Gerade Bezieher von Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze sind die Leidtragenden. Das Krankentagegeld der Ersatzkassen ist bei dieser Grenze gedeckelt. Die Differenz lässt sich durch eine private Zusatzversicherung schließen.