Was ist eine private Krankenversicherung?

Bei einer privaten Krankenversicherung handelt es sich, wie es der Name sagt, um eine Krankenversicherung, die ein privat-rechtlicher Versicherer anbietet. Dieser firmiert entweder als Aktiengesellschaft (AG) oder als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG). Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenversicherern kann eine private Krankenversicherung sowohl die versicherbaren Leistungen als auch die Beiträge dafür selbst festlegen. Es gibt keine gesetzliche Grundlage für die Beitragskalkulation.

In den Ersatzkassen sind Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen, Ehepartner und Kinder, bei gleichbleibendem Beitrag des Versicherungsnehmers in der Familienversicherung mitversichert. In der privaten Krankenversicherung muss jedes Familienmitglied einzeln versichert werden.

Die private Krankenversicherung zeichnet sich gegenüber den Ersatzkassen durch ein breiteres Leistungsspektrum aus. Darüber hinaus können Ärzte für die Behandlung einen höheren, standardmäßig den 3,5fachen Satz der jeweiligen Gebührenordnung, Betrag abrechnen. In Ausnahmefällen darf dieser nach Rücksprache mit dem Versicherer sogar noch überschritten werden.

Die versicherbaren Leistungen der privaten Krankenversicherung reichen vom sogenannten Basistarif bis hin zur Luxusabsicherung. Der Basistarif lehnt sich an die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung an. Dem steht als Gegenstück eine Absicherung mit Einbettzimmer im Krankenhaus inklusive Chefarztbehandlung und Erstattung für Zahnersatz bis zu 90 Prozent in bestmöglicher Variante gegenüber. Die privaten Krankenversicherer bieten dazu Tarife mit unterschiedlich hoher Selbstbeteiligung an, die wiederum zu einer Beitragsabsenkung führt.

Eine Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit über das Kalenderjahr hinweg hat bei der privaten Krankenversicherung eine lange Tradition.